Das Arschloch, der Bad Boy und der arme Nice Guy

by Butterfly on 21. Juli 2011

Ist es nicht so? Ist das die Situation des typischen Durchschnittsflirts? Das Arschloch oder der Bad Boy, kaum kommt er, schon darf der nette Kerl von nebenan, der Nice Guy, einpacken. Klar gibt es noch andere Klischeetypen. Spontan fallen mir der Sunny Boy, der Business Man, der Rocker, der Nerd und der Gangster / Hip Hopper ein, aber letztendlich führen auch diese Klischees wieder auf die elementare Unterscheidung zwischen Arschloch und Nice Guy zurück.

Man muss dieses Thema von mehreren Seiten beleuchten, um es zu verstehen. Zuerst stellt sich natürlich einmal die Frage, was sind Arschloch und Nice Guy?

Und da beginnt auch das Problem. Für Männer ist ein Arschloch meistens der Typ, der ihnen die Frau ausgespannt hat. Für Frauen ist es oft der Typ, in den sie verknallt sind und der nicht so will, wie sie es wollen. Man müsste das ganze noch feiner unterschieden, aber für diesen Zweck sollte die Unterscheidung ausreichen. Unter dem Nice Guy kann sich wahrscheinlich jeder etwas vorstellen – er ist halt der nette Typ, irgendwie unspektakulär.

Ich weiß nicht, ob ich persönlich ein Arschloch bin, jedoch wurde ich schon oft genug so genannt. Einmal beispielsweise, weil ich eine Frau mit nach Hause genommen habe und sie dort, ihrer Aussage nach, wie ein Tier angefallen hätte. Das war nachdem sie eine Stunde Hoppa Hoppa Reiter auf meinen Knien gespielt hat, wir rumgemacht hatten und uns ausgiebig über Blasen oder nicht Blasen unterhalten haben. Eineinhalb Stunden, viel gekuschel und Liebkosungen später, war ich es dann nicht mehr. Ich hatte also zu dominant eskaliert und dafür war ich ein Arschloch. Sie wollte halt Blümchensex. Andere Frauen würden mir da einschlafen und mich als Arschloch bezeichnen, weil ich nicht ordentlich rangehe. Ich war auch einmal ein Arschloch, weil ich einer Frau zwei Chicken Wings geklaut hab. Und ich war auch schon zu recht ein Arschloch. Nobodys perfect. Was sagt uns das? Dass die Bezeichnung Arschloch ohne Hintergrundwissen alles heißen kann! Höchstens eines nicht – dass er ihr egal ist, sonst würde sie ihn komplett ignorieren.

Aber stehen denn Frauen jetzt auf Arschlöcher oder Nice Guys? Beides ist nicht falsch, aber beides ist auch nicht richtig. Es gibt Frauen, die stehen wirklich auf Arschlöcher. Ich hatte schon einige Male nur deswegen Sex, weil die Frau mich nicht rangelassen hat und ich sie dann einfach angezickt habe. Funktioniert. Auf einmal wollen sie doch. Ist das Nice Guy Verhalten? Nein, Arschlochmäßig ist das! Ich persönlich mags halt nicht, wenn ich merk, die Frau hat eigentlich Bock auf mich, aber spielt rum. Doch bei ihr aus dem ersten Beispiel, da wäre ich nie damit durchgekommen. Da war ich Nice Guy und auch erst dann erfolgreich.

Wie ist es denn jetzt also? Komm doch mal zum Punkt! Frauen stehen auf Männer, die meisten zumindest. So ist es. Wenn du herausfindest, auf welchen Typ Mann sie steht und der ein Teil von dir ist, kriegst du sie auch. Ob das nun der Typ Arschloch, Nice-Guy, Sunny Boy oder Business Man ist, ist eigentlich völlig irrelevant. Schätze sie richtig ein, zeig diese Seite an dir und es wird laufen. Ob du gerade diese Seite von dir zeigen willst, ist das natürlich eine andere Frage. Oft ist es die Mühe nicht wert, würde ich sagen. Es geht letztendlich um das richtige Gespür für die Frau. Beides in Kombination, Gespür und Unabhängigkeit, ist in der Schnittmenge dann Erfolg.

Es könnte jetzt der Vorwurf an mich aufkommen, ich würde hier den Ratschlag geben, dass du dich verstellen sollst. Doch dem ist nicht so. Ich bin der festen Überzeugung, dass du gar keine Persönlichkeit kommunizieren kannst, die nicht zumindest zum Teil in dir steckt, zumindest nicht glaubhaft. Aber genauso wie du bei deinem Chef, bei verschiedenen Freunden oder in verschiedenen Freundeskreisen oder bei deinen Eltern unterschiedliche Facetten deiner Persönlichkeit betonst, so kannst du das auch bei Frauen. Und das ist kein Verstellen, höchstens Anpassen an die Umstände. Wenn du dich denn Anpassen willst. Ich persönlich bin sehr an meine Laune gebunden. Ich könnte den Nice Guy gar nicht spielen, wenn ich gerade schlecht gelaunt bin. Umgekehrt kann ich kein Arschloch sein, wenn es mir gut geht. Doch wenn ich merke, ich könnte mich gerade eher von dieser oder jener Seite zeigen, um zu meinem Ziel zu kommen, dann tue ich das. Dann verkaufe ich mich gut. Das hat noch nie geschadet.

Liebe Grüße,
Philipp

Weitere Artikel:

  1. Wieviel Nice Guy funktioniert?
  2. The Frame you lead to will follow
  3. Mit Frauen leben, so wie du es willst!
  4. Hör auf dich!
  5. Neue Opener fürs Land: R.I.P. “Wer lügt mehr?” (1)

by Butterfly am 21. Juli 2011 · 1 comment

in Wissen

Leave a Comment

Previous post:

Next post: