In unserer Gesellschaft werden echten Männern, also jenen mit Erfolg bei Frauen, von vielen Seiten verschiedenste Attribute zugesprochen und diverse, sich vielfach unterscheidende Bilder von ihm gezeichnet.
Eins dieser Bilder ist dabei omnipräsent, das des Alphamännchens, des Führungstiers.
Jener Mann soll selbstbewusst sein, eine Führungsposition in seinem Freundeskreis einnehmen und die nötige Durchsetzungsfähigkeit besitzen, sich gegenüber anderen Artgenossen zu behaupten.
Zwar bin ich geneigt diesem Bild in den meistens Punkten zuzustimmen, aber nicht zufrieden, wie es von anderen Männern, die diese Position anstreben, teilweise interpretiert wird. Er fühlt sich durch dieses Bild seinen männlichen Gegenspielern zu sehr verpflichtet. Aus der Motivation heraus, sie anzuführen, vergisst er, ein echter Mann, dem ist es egal, was andere von ihm denken.
Würde ein echter Mann gegenüber seinen Freunden zugeben auf Liebesfilme zu stehen? Würde er den Mut besitzen, mit Frauen im Club herumzualbern? Würde er sich fallen lassen, in die Arme einer Frau, seine Gefühle preis geben, wenn ihm danach ist?
Er würde. Ihm geht es nicht darum, mit hochgeschwellter Brust im Raum zu stehen, bewegungslos und fast apathisch, sich jedes Lächeln zu verkneifen um den Willen, sich selbst als der starke Anführer in Szene zu setzen. Falls ihm typische Männerhobbys nicht zusagen, man denke an Fußball, Autos oder andere Dinge, die ein Mann eben gut zu finden hat, würde er dazu stehen, statt sich an Gesprächen darüber zu beteiligen, um seinen Freunden zu gefallen.
Jenem echten Mann wäre es auch nicht peinlich, sich über Make Up und Mode zu unterhalten, wenn er sich denn dafür interessiert.
Der Punkt ist, in dem Streben dieses Alphabild eines Mannes zu erfüllen vergessen viele Männer, dass es nicht darum geht, von Männern als Leittier anerkannt zu werden, sondern darum, sich selbst in allen Facetten zu zeigen, gegenüber jedem, egal, ob jeder das versteht, nachvollziehen kann oder sich vielleicht von einem danach abwendet.
Wenn zu den eigenen Facetten also auch typisch weibliche gehören werden die genau so wenig unter den Tisch gekehrt wie andere, nicht so ausgeprägte, gegenüber Mitmenschen stärker herausgestellt werden, nur weil sie vielleicht zum Bild des starken Mannes besser passen.
Ein echter Mann ist unabhängig und steht zu seinem kompletten Selbst, selbst wenn das bedeutet, dass ihm andere Männer dann die Anerkennung verwehren, der Leitwolf im Rudel zu sein.
Der wahre Leitwolf ist manchmal einsam, aber das stört ihn nicht, er weiß um seinen Wert.
Nicht alle Frauen werden diesen Wert anerkennen, vielleicht nur die wenigsten Männer, eben, weil er zu sich in seiner Ganzheit steht und auch, der gesellschaftlichen Konditionierung zu Grunde gelegte, angebliche Schwächen nicht verbirgt, aber ihm wird es nie schwer fallen, diejenigen um sich zu versammeln und anzuführen, die seine Werte schätzen können.
Abgesehen davon kann ich aus Erfahrung sprechen, wenn ich sage, dem Erfolg bei den Frauen wird es dienlich sein, sich wirklich zu offenbaren.
Butterfly
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Hey find ich genau richtig, ich seh das hier öfter dass leute Krampfhaft übertrieben einen auf alpha machen wollen. Es kommt zwar sehr selten vor, aber wenn ich einen Film richtig Traurig finde (Einzelne Szenen) wie z.b. BenX oder Blow die beide ein sehr trauriges ende haben, und ich mich da hineinversetze kommen mir einfach die tränen, und ich kann in diesem Moment auch die Traurigkeit geniessen. Natürlich bin ich kurz danach wieder ganz normal aber warum sollte ein “negatives” gefühl wie traurigkeit immer schlecht sein? Ich kann es auch mal geniessen durch einen Film traurig zu sein, und habe auch keine Probleme wenn da eine Frau dabei ist. Die letzte fand es sogar “süss”
Es gibt keinen Grund seine Gefühle nicht zu zeigen, und tatsächlich ist das ja sogar ein Grund aus dem Frauen sich teilweise trennen, weil der Mann seine Gefühle nie zeigt.
Alles in allem sehr gut getroffen